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Sonntag, 13. September 2009

Immer wieder Sonntags

...gibt's meinen ganz privaten Köln-Rundgang. Ziel heute: Flohmarkt in Riehl. Dazu muss ich sagen: ich hasse Flohmärkte! Während andere Leute beneidenswerterweise immer wieder verzückt mit wunderhübschen, billigen! Schätzchen heimkehren, habe ich so garkeinen Blick für alte, gebrauchte Dinge :( Leider! Heute also ein erneuter Versuch. Und Tada! Ich kehre zurück mit zwei alten, hübschen Rahmen für 5€ und einer schwedischen Grafik aus den 50ern. Beim zweiten Stand hab ich mich sogar getraut selbst nach dem Preis zu fragen. Bei den beiden Rahmen musste ich mich noch hinter meiner Begleitung verstecken, die sogar gefeilscht hat! Wow!Direkt neben den Ständen: die Kirche St. Engelbert von 1931, entworfen von Dominikus Böhm. Die katholische Kirche war damals die erste moderne in Köln und hat wunderbare, flüssige Übergänge und Formen.Auf dem Weg Richtung Flora fanden wir tolle Siedlungshäuser aus den 20er Jahren auf der Stammheimer Straße und eine alte Blockecken-Tankstelle mit Pilzstütze aus den 50ern.Der botanische Garten war natürlich ein Muss für den Sonntagsausflug.

Mittwoch, 9. September 2009

Reisebericht: Bauhaus

Schon ewig her: unser Bauhaus-Besuch in Dessau am Montag nach dem Melt! Wenn man schonmal da ist und 4 Tage lang nur 20 Kilometer entfernt im formfollowsfunction-Zelt übernachtet, sollte man sich DIE Architektur-Schule Deutschlands in Echt ansehen. Heute studiert der Nachwuchs in Weimar, in Dessau sitzt die Bauhaus-Stiftung.
Selbstverständlich haben wir auch bei den Meisterhäusern vorbeigeschaut..Keine Frage: hier lebt der Internationale Stil der klaren Struktur. Flachdächer, Symmetrie, rechte Winkel - alles toll. Von außen. Aber wohnlich ist irgendwie anders.Unseren Eindruck teilt auch Harald Martenstein: er durfte im Meisterhaus von Gropius, in dem von 1926 bis 1929 der Künstler und Bauhaus-Lehrer Oskar Schlemmer wohnte und das heute als Museum dient, probewohnen. Bitte hier lesen.

Mittwoch, 22. Juli 2009

Architekturfotograf Julius Shulman gestorben

Shulman hat mit seinen Aufnahmen zum Beispiel den Case Study Houses ein ewiges Denkmal gesetzt. Das Bild "Case Study House No. 22" ist die Ikone der Architekturfotografie.
Die Bildreihe zu dem monumentalen Architekturprogramm um Los Angeles ist sein berühmtestes Werk und wird zur Zeit bei Taschen auch neu aufgelegt. Die art und auch der Taschen-Verlag gedenkt Julius Shulman in einem Nachruf.

Mittwoch, 1. Juli 2009

Artcloud statt Palast

A place where Germany is still disunited. A place that divides the German mind, where ideologies stiffen and the Republic’s anima is impenetrable. This emotionally charged place lives today but breathes the identities of yesterday.
- archiCentral
Die Pop-Architekten von Graft - die ja auch mit Brad Pitt geworben..geplant...entworfen haben - möchten der jungen Kunstszene der Hauptstadt ein neues Forum bieten und planen eine temporäre Kunsthalle - auf der Brache, wo man seit Jahren vorsichtig die DDR, also den Palast der Republik, dekonstruierte. Eine Stelle mitten in Berlin, die im Gegensatz zu den benachbarten, schnell wieder aufgebauten und eher Disneyworld-ähnlichen Unter den Linden-Fassaden wie ein Mahnmal wirkt. Der Schlossplatz machte in jüngster Vergangenheit Schlagzeilen mit dem Wiederaufbau, Nicht-Wiederaufbau des ehemaligen Berliner Schlosses, das 1962 zerstört wurde. Bislang ist nicht absehbar inwiefern die Planungen fortschreiten oder nicht - und das will Graft ausnutzen.

Eine scheinbar schwebende weiße Konstruktion aus halbdurchsichtiger Membran überspannt eine offene Ausstellungsfläche. Die Art Cloud soll wie Nebel in die Museumsinsel ziehen.